5. Ausstellung 2019

  1. Dezember 2019 bis 12.Januar2020

Eröffnung am Sonntag, 8. Dezember 2019, 11.30 Uhr

„Gesammelte Ausblicke &Einsichten“
Klaus Jüdes

Gesammelte Ausblicke und Einsichten“ ist die Ausstellung mit Werken von Klaus Jüdes überschrieben, die am Sonntag in der Galerie Scheer in Hellinghausen eröffnet wurde. Dass die Bilder des freischafenden Künstlers aus Möhnesee gut ankommen, zeigte sich daran, dass schon nach kurzer Zeit einige rote Punkte an den Arbeiten klebten, die jeweils einen Verkauf markierten.

Klaus Jüdes hat Freie Kunst an der staatlichen Kunstakademie Braunschweig studiert.  Einem Diplom-Abschluss als Meisterschuler folgten Studienaufenthalte in Paris und London.

Von Helga Wissing

Hellinghausen – Eine Einführung in das Schaffen des Malers, der gerne die Gouache-Technik verwendet aber in seiner Ausstellung auch kleine Skizzen, Zeichnungen, Radierungen und eine Serie von Fotolithografien präsentiert, gab Professor Christoph Rust aus Hannover dem Jüdes schon lange freundschaftlich verbunden ist.

 

 

 

Die Einführung begann als kleine Performance, in deren Rahmen ein lebensgroßes Pappkonterfei des Künstlers, ein „Avatar“ , wie Rust es nannte, in den Ausstellungsraum hineingeschoben wurde.

Man erfährt einige Details aus dem Leben des Künstlers, dessen Liebe zum Segeln und zum Meer sich in vielen seiner Bilder widerspiegelt.

Groß- bis mittelformatige Strandlandschaften in zarten Farben, die Motive wie badende Menschen, Standkörbe oder Sonnenschirme, oft nur angedeutet und doch in der Gesamtheit klar erkennbar. Klaus Jüdes des ließ sich von Stränden auf Mallorca, in Andalusien oder an der Nordsee inspirieren. Seine Bilder malt er nach Skizzen und Erinnerungen im Atelier.

Eines der auffälligsten Ausstellungsstücke ist ein großes dreiteiliges Ensemble, vor dem ein Koffer steht. In einer Art Collage hat Klaus Jüdes unzählige alte Karteikarten mit handschriftlichen Notizen seines Vaters aneinandergefügt, die dieser nach seiner Rückkehr aus dem Krieg angefertigt hat.  Es sind Auszuge aus philosophischen Schriften. eigene Gedanken, Randbemerkungen. Vor dem Triptychon steht der alte Koffer des Kriegsheimkehrers.

Handfeste

Botschaften

Das Koffermotiv taucht im Mittelteil als über die Notizen gelegte Pastellkreide-Malerei noch einmal auf. Im Eingangsbereich befinden sich kleinformatige Bilder, winzige Landschaften, Figuren, oder auch nur bunte, verspielte Arrangements aus Linien und Punkten. Einige entsprechen der Charakterisierung des Künstlers durch Christoph Rust: „Er hat einen Drang zum Spiel“. 

Andere sind mit handfesten Botschaften versehen wie „Der Protest ist erschreckend unzivilisiert _ Auf Bild erkennt man verschiedene Waffen und einen Galgen Oder auch:  „Der Tod ist ein verdammtes Arschloch. Er spielt Roulette. aber er spielt falsch“.

Die ebenso spannende wie vielseitige Ausstellung ist bis zum 19. Januar mittwochs, samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr in der Galerie auf Hof Scheer am Gieseler Weg 26 zu sehen.

Gang durch die Ausstellung, hier klicken.