Franziska Hübler

 

Die Unschärfe der verdoppelten Gestalten

Zeichnungen, Drucke und Skulpturen

Ausstellung vom 15.11. 2026 bis 03.01.2027

Eröffnung am: 15.11.2026, 15:00

Begrüßung: noch nicht bekannt
Einführung: noch nicht bekannt

Franziska Hübler verbindet in ihren Arbeiten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einer Bildwelt zwischen autobiografischen Spuren, Alltagsritualen und poetischen Fiktionen. Erinnerungen an Kindheit und Jugend in ländlicher Abgeschiedenheit – geprägt von Natur, Angst und Verlust – bilden den emotionalen Grundton. Zugleich untersucht sie die Dynamik menschlicher Begegnungen und die Intensität von Gefühlen wie Liebe, Angst und Wut. Familienfeste, Rituale und beiläufige Momente des Alltags werden Ausgangspunkt einer künstlerischen Forschung, die Innenleben und gesellschaftliches Miteinander berührt.

Neben realen Bezügen entwickelt Franziska Hübler ein paralleles Universum mit eigener Logik: Vogelmenschen, Frauengestalten mit Kaffeekannen und hybride Wesen bevölkern Räume, in denen Symbole zu Portalen weiterer Dimensionen werden. Ihre Werke wirken wie fragmentierte Gedächtnisschichten – Szenen, die an Filmstills erinnern, überlagert von Zeichnungen, Mustern und Symbolen. Klare Erzählstrukturen werden bewusst aufgelöst, um Mehrdeutigkeit und Unschärfe Raum zu geben.

Handzeichnungen, Künstlerbücher, Drucke und Skulpturen verbinden persönliche Geschichte mit unbewussten Bildern. So entsteht ein Werk, das zwischen Struktur und Auflösung, Realität und Fiktion, intimer Erfahrung und kollektivem Bildgedächtnis balanciert.
Franziska Linnea Hübler wurde in Hamburg geboren und lebt und arbeitet dort. Von 1988 bis 1993 studierte sie Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und schloss mit dem Diplom ab. Seit 2008 ist sie Professorin für Kunst an der HAW Hamburg im Department Design.