Miriam Maskort

„90.05 – 90.10“

– Malerei (Enkaustik), Skulpturen

Beginn der Ausstellung ab Sonntag, 21.03.2021, 15:00

Einführung: NN

Miriam Maskort ist Mitglied des Kreiskunstvereins Beckum/Warendorf. Sie wird die erste Künstlerin dieser Vereinigung sein, die ihre Arbeiten auf Hof Scheer präsentiert.

Nach ihrem Studium als Diplom Produktdesignerin hat sich Miriam Maskort 2005 für die Bildende Kunst mit einem Atelier in Oelde entschieden, in dem sie ihre Arbeiten und unterschiedliche Herstellungsverfahren, zum Beispiel in der Papierkunst entwickelt. Sie nimmt seitdem an unterschiedlichen jurierten Ausstellungen und Onlineprojekten teil.

Neben der Malerei mit Acryl und Enkaustik begann sie mit Papieren zu experimentieren und lernte die Konsistenz sowie die Variabilität in Form und Ausdruck zu schätzen. Durch Formen, Reißen, Pressen und Kochen der Pflanzenfasern entstehen Flächen für Objekte in reduzierter Farbgebung.

Miriam Maskort arbeitet gerne in seriellen Bildern. Die Untergründe bilden Collagepapiere, die zum Teil zerschnitten, gerissen und immer wieder durch Schriften, die uns in ihrer Vielfalt (sowohl in Verpackungen als auch in Büchern und Zeitungen) vertraut und alltäglich sind, von Linien und mit Tusche überlagert werden. Die vielen Schichten werden mit Wachs, in Arbeitsvorgängen des Glättens und Aufrauens, teilweise nicht mehr lesbar, konserviert.

Die Formsprache der Bilder ist informell, meist in schwarz, weiß und in Grauabstufungen angelegt. Miriam Maskort hat eine Vorliebe für monochrome Arbeiten. Durch den hohen Kontrast von hell und dunkel, Licht und Schatten sowie Farbdicke entstehen spannende Zwischentöne.

Konkrete Ideen entwickelt die Künstlerin meist durch den experimentellen Umgang mit verschiedenen Materialien, wie Collagepapieren, Wachs, Acryl, Japantusche, Stoffe, Pigmente und Gießharz, wobei auch artfremde Materialien wie Moor, Zucker, Kaffee und Teebeutel zum Einsatz kommen.

Neue Arbeiten, wie zum Beispiel Reliefs und Köpfe, entstehen aus Ton. Auch hier werden unterschiedliche Materialien kombiniert. Die Schwere des Tons im Gegensatz zu der Leichtigkeit von Papier sorgt in den Werken für einen Kontrast.